Ensemble all'improvviso

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Musiksprachen vergangener Epochen aktiv sprechen,

sich in musikalischem Vokabular frei ausdrücken,

im Ensemble spontan aufeinander reagieren,

lebendige Alte Musik kreieren

-

das ist das Konzept des Ensembles all'improvviso.


Das Ensemble tritt in verschiedenen Besetzungen auf:


Ensemble all'improvviso Ensemble all'improvviso

Martin Erhardt, Blockflte


Michael Spiecker, Barockvioline


Christoph Sommer, Lauten


Miyoko Ito, Gambe

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Fotos: Isabel Moreton


Ensemble all'improvviso

mit Tnzern wie Mareike Greb, Jutta Vo u.A.

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Foto: Markus Brosig

Programmbeispiel

Programmbeispiel Basse danse


Martin Erhardt und Miyoko Ito

Duo Martin Erhardt - Miyoko Ito

Viola da Gamba, Cembalo, Blockflten, Fidel, Organetto

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duo-erhardt-ito-01.jpg Foto: Martin Erhardt

Programmbeispiel

Programmbeispiel Duo Martin Erhardt - Miyoko Ito

Neue CD:

Quinta Vox

Duo Martin Erhardt - Nora Thiele

Blockflten, Perkussionsinstrumente, Rahmentrommeln, Organetto, Einhandflte&Trommel, Glocken

Duo Martin Erhardt - Nora Thiele

Martin Erhardt und Nora Thiele musizieren seit 2005 miteinander. Bisher sind sie spezialisiert auf italienische und französische Musik des 14. Jahrhunderts: mitreißende Estampien, teilweise selbst geschrieben, verschlungene Diminutionen z.B. aus Codex Faenza, subtile Balladen und Madrigale von Machaut, Landini und Zeitgenossen.

Besonders fasziniert sind sie von der oralen Musizierpraxis des europäischen Mittelalters mit ihren wundersamen Parallelen zur heute noch lebendigen traditionellen Musik vieler außereuropäischer Völker.

Das vielseitige Instrumentarium besteht aus Kopien erhaltener Instrumente wie z.B. der sog. Dordrecht-Blockflöte (vor 1418, siehe Bild unten) bzw. Nachbauten nach Abbildungen aus dem 14. Jahrhundert.

die sog. Dordrecht-Blockflöte

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duo-erhardt-thiele-01.jpg Foto: Antje Seeger

Programmbeispiel

Programmbeispiel Duo Martin Erhardt - Nora Thiele

Klangbeispiel


Latein ist heute eine tote Sprache. Man lernt, lateinische Texte zu lesen und zu übersetzen, aber nicht, mündliche Konversation auf Latein zu fhren. Natürlich gibt es ein paar Freaks, die das trotzdem praktizieren, aber es sind nur wenige Leute.

Es ist aber klar, dass Musiker in vergangenen Jahrhunderten viel improvisiert haben - in ihrer Musiksprache drückten sie sich spontan, frei und individuell aus und waren darin zuhause wie ein Fisch im Wasser. Wenn Alte Musik also heute wieder wirklich lebendig werden soll, reicht es nicht, nur das Repertoire nach Noten abzuspielen ("vorzulesen"): Nein, man muss sich selbst in der Sprache der Alten Musik frei ausdrücken können.

Unsere improvisierten Konzerte und Jam Sessions erreichen einen Grad der Lebendigkeit, die keine CD vermitteln kann, denn der Zuhörer hat das Privileg, Ohren- und Augenzeuge unwiederholbarer Ereignisse zu sein. Es ist spannend fr das Publikum, beim Entstehungsprozess dabei zu sein, unseren Gedanken zusehen zu knnen. Eine in Echtzeit entstehende Melodie birgt für uns das Potential zu enorm hohem Wert, ermöglicht durch die Einheit von Komponist und Interpret. Die gesamte musikalische Erfahrung des Improvisators kommt ebenso wie dessen individuelle Persönlichkeit zum Tragen.

Aber wie kann man heute so improvisieren wie in Mittelalter, Renaissance und Barock, wo doch das Mikrophon damals noch nicht erfunden war? Nun, glücklicherweise gab es in diesen Epochen ebenso notierte Musik, die den Eindruck einer Improvisation erwecken soll, wie auch Traktate, die Improvisationstechniken beschreiben. berhaupt sehen wir das überlieferte Repertoire dieser Jahrhunderte nur als Spitze des Eisbergs an, und durch Betrachtung dieses sichtbaren Teils stellen wir Rückschlüsse und Spekulationen ber das Unsichtbare an.

Generell ist Improvisation für uns kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Alte Musik lebendig werden zu lassen.

Nur der Vergleich mit der lateinischen Sprache hinkt, denn unsere Musik hat den entscheidenden Vorteil, dass sie vom Publikum sofort verstanden wird!


JamSession in Weimar
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